Der praktische Klavierunterricht-in-Dortmund-Blog


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07.09.2017 E-Piano oder muss es ein Klavier sein?


Klavier oder E-Piano, das ist hier die Frage...

Hat man sich einmal entschieden das Klavierspielen zu erlernen, benötigt man natürlich auch ein eigenes Instrument. Doch welches Instrument ist das passende für mich? Brauche ich ein richtiges Klavier oder reicht für den Klavierunterricht auch ein E-Piano (auch Digitalpiano genannt)?

Als Klavierlehrer rate ich Ihnen ganz klar zu einem "richtigen" akustischen Klavier. Ein akustisches Klavier ist ein lebendiges Instrument mit vielen Nuancen und besonderen Klangeigenschaften. Dadurch sorgt ein richtiges Klavier für deutlich mehr Motivation, Inspiration und Spaß an der Musik. Ich habe noch kein E-Piano gespielt, was mir auch nur annähernd die Möglichkeiten und das Spielgefühl eines echten Klavier oder Flügels bot.

Doch würde ich jederzeit ein gutes E-Piano einem schlechten, uralten oder sehr verstimmten Klavier vorziehen. Übrigens: Klaviere, die kostenlos oder für wenige hundert Euro zu haben sind, sind eigentlich immer unbrauchbarer Schrott! Dann lieber ein E-Piano. Aber mit moderner Hammermechanik! Ganz wichtig!

Ich selbst besitze neben einem Flügel und einem Klavier auch ein Digitalpiano, mit dem ich ca. 50 Auftritte im Jahr spiele. Es ist ja nicht so, dass man mit einem E-Piano keine schöne Musik machen kann! Es ist halt klanglich, aber vor allem vom Spielgefühl und von der Fülle der Ausdrucksmöglichkeiten her, nicht das gleiche.

Doch es gibt auch Gründe sich erstmal ein E-Piano zuzulegen:

1. Der Preis: Ein neues brauchbares Digitalpiano (ab ca. 600-700 Euro) ist natürlich deutlich günstiger als ein neues brauchbares Klavier (ab ca. 4.000,- Euro) weshalb sich viele Leute, gerade am Anfang, für ein elektrisches Piano entscheiden. Ich spreche hier absichtlich von brauchbaren Instrumenten. Gute Instrumente sind deutlich teurer, sehr gute Instrumente nahezu unbezahlbar...

2. Der Preis: Selbst ein gebrauchtes, brauchbares Klavier ist erst ab circa 2.000,- Euro zu haben. Ein brauchbares E-Piano im gebrauchten Zustand hingegen bietet schon ab ca. 400,- Euro die Möglichkeit einmal in das Klavierspielen hinein zu schnuppern...

3. Die Lautstärke: Bei einem E-Piano lässt sich die Gesamtlautstärke regeln und man kann sogar nahezu lautlos über Kopfhörer spielen. Ein Vorteil, wenn man meist zu später Stunde übt oder empfindliche Nachbarn hat.

4. Die Mobilität: Wer sein Instrument oft hin und her bewegt oder auch mal "mitnehmen" möchte kommt um ein Digitalpiano nicht herum.

Fazit: Ein modernes Digitalpiano mit Hammermechanik ist die günstige Alternative zum Klavier, mit der man die Grundlagen des Klavierspielens verstehen kann. Ein E-Piano ist aber immer nur ein Kompromiss und der Versuch ein akustisches Instrument zu kopieren. Fortgeschrittene kommen irgendwann um ein richtiges Klavier nicht herum. Sie machen ja auch keinen Motorradführerschein um dann mit einem Mofa umherzufahren...

Ein Keyboard ist für den Klavierunterricht gänzlich ungeeignet! Auch wenn die Nachbarin noch eins im Keller stehen hat... Auf einem Keyboard kann man das Klavierspielen nicht richtig lernen!!!

Mein Tipp: Mieten Sie doch erstmal ein Instrument. Die Firma Piano Reisberg in Dortmund vermietet Klaviere und E-Pianos monatlich schon ab 35,- Euro...

Vielleicht auch interessant für Sie: Mein im Oktober 2017 erscheinender Blogbeitrag trägt den Titel "Kaufberatung E-Piano"...

Weitere Fragen zu meinem Klavierunterricht in Dortmund beantworte ich Ihnen gerne telefonisch oder per Email. Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf...

16.08.2017 Wie übe ich eigentlich richtig?


Oder wie erarbeitet man sich ein Klavierstück am besten flüssig und fehlerfrei?

Viele Klavierschüler glauben, sie üben richtig, indem sie das Klavierstück an dem sie grade sitzen fünf mal hintereinander, mehr schlecht als recht "durchhacken". Womöglich noch mit beiden Händen zusammen, vom ersten bis zum letzten Takt. Aber mit Schmackes! Leider macht man auf diese Weise kaum Fortschritte. Es sind einfach zu viele Töne und Details, die man sich so gar nicht merken kann.

Diese Methode bezeichne ich eher als "runternudeln". Das macht zwar Spaß, aber das Musikstück wird man sich so nicht flüssig erarbeiten können. Fehler werden auf diese Weise nicht richtig beseitigt. Ganz im Gegenteil. Es besteht die Gefahr, dass man die eigenen Fehler auch noch mit einstudiert.

Beim "Klavier üben" hingegen spielt man selten eine ganze Seite und schon gar nicht ein ganzes Stück. Vielmehr übt man nur einzelne Passagen oder Ausschnitte eines Musikstücks. Sinnvollerweise sollten das die Stellen sein, die besonders schwierig sind oder die einem die meisten Probleme bereiten. Ich nenne sie Problemstellen.

Problemstellen können ein paar Takte lang sein, sie können aber auch nur ein paar Töne umfassen. Das kommt ganz auf die Passage und die speziellen Probleme die man damit hat an. Wichtig ist, dass man in kleinen "Portionen" übt, die man sich gut merken kann.

Mein Tipp: Diese Problemstellen spielt man dann, jeweils mit der rechten und linken Hand separat, mindestens 10 mal hintereinander. Bis jede Hand, einzeln für sich, fehlerfrei und flüssig läuft. Und zwar "in Time" im angestrebten Tempo, mit der richtigen Betonung und der richtigen Dynamik. Man startet zunächst sehr langsam und erhöht dann immer mehr das Tempo, bis irgendwann das angestrebte Zieltempo erreicht ist. Erst dann sollte man die Stelle mit beiden Händen zusammen üben. Das gilt für fast alle Problemstellen.

Zur Belohnung für soviel Disziplin, alle Problemstellen nach diesem System "bearbeitet" zu haben, darf man das Stück zum Schluss auch einmal ganz spielen.

Optimalerweise übt man so jeden Tag. Die meisten Schüler schaffen es aber nicht täglich zu üben. Dann sollte man es halt so oft wie möglich versuchen. Was das (richtige) üben angeht gilt: "Viel hilft viel!"...

Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf und ich beantworte Ihre Fragen zum Thema Klavierunterricht in Dortmund.

11.06.2017 Klavierstimmungen in Dortmund


Damit Sie lange viel Freude an Ihrem Klavier haben, ist eine regelmäßige Klavierstimmung genauso wichtig, wie beispielsweise die regelmäßige Wartung Ihres Autos. Schließlich möchten Sie ja nicht liegen bleiben. Weder auf der Autobahn noch auf den schönen Wegen des Klavierspielens... Als Klavierlehrer empfehle ich Ihnen deshalb, Ihr Klavier mindestens einmal pro Jahr stimmen zu lassen.

Wenn Sie Ihr Klavier "einige Jahre" nicht haben stimmen lassen, wird es für den Stimmer deutlich aufwendiger ein gutes Ergebnis zu erzielen. Dann reicht eine Stimmung manchmal nicht aus und der Klavierbauer muss mehrmals anrücken. Wenn ein Klavier "viele Jahre" nicht gestimmt wurde, ist es für den Klavierstimmer oftmals gar nicht mehr möglich ein sauberes Tuning hin zu bekommen. Deshalb seien Sie vorsichtig bei Klavieren die verschenkt werden oder für "Kleines" bei Ebay zu haben sind. Fast immer muss dann erst viel Geld investiert werden, um das Instrument halbwegs spielbar zu machen. Wenn denn überhaupt noch etwas zu retten ist... Viele stellen dann fest, dass das vermeintliche Schnäppchen reine Geldverschwendung war. Niemand wird Ihnen ein wirklich gutes Klavier schenken oder für ein paar Hundert Euro überlassen.

Zurück zum Thema: Bei einer Klavierstimmung werden nicht nur die Saiten gestimmt, auch Mechanik und Pedale werden wieder „optimiert“. Kleine Zusatzarbeiten sollten bei jeder Klavierstimmung inklusive sein. Außerdem weist ihr Klavierstimmer Sie darauf hin, wie Sie mit kleinem Aufwand größere und teure Reparaturen vermeiden können...

Doch was kostet so eine normale Klavierstimmung heutzutage?

Kurz vor der Euro-Umstellung im Jahr 2001 kostete eine Klavierstimmung in Dortmund ca. 80,- bis 120,- DM. Heute verlangen größere Klavierläden zwischen 120,- und 150,- Euro (!) für das Stimmen eines Klaviers im Raum Dortmund. Die Preise haben sich also fast verdreifacht. Hat sich Ihr Gehalt in dieser Zeit auch verdreifacht? Nein? Meins auch nicht! Der Monatsbeitrag für meinen Klavierunterricht in Dortmund betrug im Jahr 2001 genau 130,- DM. Heute verlange ich dafür einen monatlichen Betrag von 79,- Euro...

Eine einfache Klavierstimmung dauert ca. 90 Minuten und sollte in Dortmund nicht mehr als 90,- Euro kosten. Glauben Sie nicht, dass Sie für 120,- Euro eine qualitativ bessere Stimmung bekommen, als bei dem Klavierbauer der seine Stimmung für 80,- Euro anbietet. Alle Klavierbauer stimmen in der Regel gleich gut.

Als Faustregel gilt: Je größer das Ladenlokal, desto teurer die Stimmung.

Mein Tipp: Sehr gute und günstige (75,- Euro inkl. Anfahrt und MwSt.) Klavierstimmungen in Dortmund:


Klavier- und Cembalobaumeister
Wolfgang Bierhoff
Lanstroper Str. 109
44329 Dortmund

0231 - 29474


Übrigens, die Stimmung eines Flügels sollte auch nicht mehr kosten als die Stimmung eines Klavieres. Manchmal verlangen Klavierstimmer für das Stimmen eines Flügels einen Aufpreis. Dieser ist jedoch nicht gerechtfertigt, denn oft ist ein kleines Klavier aufwändiger zu stimmen als ein großer Flügel.

Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf und ich beantworte Ihre Fragen zum Thema Klavierstimmung und zu meinem Klavierunterricht in Dortmund...

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